TRADITION VERBUNDEN MIT MODERNE

Bestrahlung (Strahlentherapie)

Die Strahlentherapie wird heute vor allem unterstützend zur operativen Therapie angewandt, sie kann auch zur Linderung von Schmerzen genutzt werden, z. B. bei Knochenmetastasen. Die Bestrahlung kommt besonders zum Einsatz:

  • nach einer brusterhaltenden Operation
  • wenn der Tumor durch eine Operation nicht vollständig entfernt werden kann
  • bei bestimmten Metastasen, z. B. in Gehirn oder Knochen
  • im Bereich der Lymphabflusswege der Achselhöhle ober- und unterhalb des Schlüsselbeins,
  • wenn dort Metastasen nachgewiesen werden


Wie wirkt die Strahlentherapie?

Im Regelfall beginnt die Strahlentherapie, die ein Wiederauftreten des Tumors verhindern soll, frühestens drei Wochen nach der Operation. Die Operationswunde muss bereits verheilt sein und der Allgemeinzustand der Patientin muss die Bestrahlung zulassen.

Normalerweise wird über einen Zeitraum von sechs Wochen bestrahlt, und zwar täglich außer an Wochenenden und an Feiertagen für jeweils wenige Sekunden bis Minuten. Die Bestrahlung ist meist ambulant möglich.

Wenn Strahlen- als auch Chemotherapie geplant sind, ist die so genannte Sandwich-Therapie sinnvoll: Man beginnt mit der medikamentösen Therapie, bestrahlt danach und wendet am Ende noch einmal Medikamente an.

Mit Hilfe einer Computertomografie wird die Bestrahlung für jede einzelne Betroffene individuell geplant. Dabei errechnet ein Computer die notwendige Gesamtdosis der Bestrahlung (zwischen 45 und 55 Gray), die Verteilung der Dosis auf verschiedene Tage und die genaue Lenkung der Strahlen.


Mögliche Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Meistens wird die Strahlenbehandlung gut vertragen. Zu Problemen kann es mit der Haut kommen. Lungenentzündung und/oder Herzschäden sind heute äußerst selten. Nerven und Lymphbahnen im betroffenen Arm können durch die Bestrahlung geschädigt werden. Müdigkeit und Kopfschmerzen, eine Abwehrschwäche und Depressionen können ebenfalls auftreten.

Die Nebenwirkungen gehen in der Regel drei Monate nach dem Ende der Strahlentherapie zurück. Vom Zeitpunkt der ersten Bestrahlung bis drei Wochen nach Ende der Behandlung dürfen Sie Ihre Haut keinen mechanischen Reizen ausliefern oder Ihre Haut zu stark beanspruchen.