Die Risikofaktoren

Die Erkrankung einer Frau an Brustkrebs hängt von vielen Einflüssen ab. Veranlagung oder andere Ereignisse und Umweltbedingungen können damit zu tun haben.
Manche Risikofaktoren für Brustkrebs lassen sich nicht beeinflussen, beispielsweise das Alter. Bei anderen Faktoren dagegen kann durch Vorbeugung das Krebsrisiko minimiert werden.

 

Wichtige bekannte Risikofaktoren

 

Veranlagung Verwandte ersten Grades (Eltern, Geschwister) leiden an Brust- oder Eierstockkrebs

RR 4

Bei etwa 0,5 % aller Frauen liegt eine Veränderung an einem als BRCA1 oder BRCA2 bezeichneten Gen vor, das an der Entstehung von Brustkrebs mitbeteiligt sein kann. Allerdings weisen nur 10 % der Patientinnen mit Brustkrebs eine Veränderung an diesen Genen auf.

RR 7

Brustkrebs

Hatten Sie bereits Brustkrebs auf einer Seite, so ist das Risiko erhöht, auch auf der anderen Seite zu erkranken.

RR 4

Veränderungen an der Brust

Bei einer fortgeschrittenen knotigen Veränderung des Drüsenkörpers (Mastopathie mit Atypien) steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken.

RR

Kinder

Wenn Sie keine Kinder haben oder bei der Geburt Ihres ersten Kindes älter als 30 Jahre sind, erhöht sich Ihr Brustkrebsrisiko geringfügig.

RR 2

Natürlicher Hormoneinfluss

Je mehr Menstruationszyklen eine Frau im Laufe eines Lebens durchmacht, desto höher ist ihr Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Eine Frau, die bereits mit 12 Jahren ihre erste Periode bekommt und/oder die erst nach dem 52. Lebensjahr in die Wechseljahre kommt, hat ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.

RR 2

Antibaby-Pille, Hormonpräparate

Wird die Antibabypille länger als fünf Jahre eingenommen oder während der Wechseljahre ein Hormonpräparat zur Linderung der Beschwerden eingenommen, so erhöht sich das Brustkrebsrisiko leicht. Fünf Jahre nach Absetzen der Antibabypille ist das Risiko wieder normal.
Bei Patientinnen mit einer BRCA1-Gen-Veränderung ist das Risiko unter Einnahme einer Antibabypille etwas höher als ohne Einnahme der Pille.

RR 1,5

Alter

Mit zunehmendem Alter nimmt das Risiko, an Krebs zu erkranken, zu. Denn je öfter sich eine Zelle teilt, desto höher ist das Risiko, dass bei der Teilung ein Fehler passiert und Zellen entarten.

RR 2